Laufschuhe Damen
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Laufschuhe speziell für Damen entwickelt, die optimal auf den weiblichen Fuß abgestimmt sind. Dass Frauen beim Sport, insbesondere beim Jogging, keine Randgruppe mehr darstellen, sollte spätestens dann klar sein, wenn man sich einen Marathonlauf im Fernsehen angesehen hat. Europaweit sind es sogar rund 40% Frauen, die sich für den Laufsport begeistern. Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Laufschuhe für Damen im Sortiment der Sportfachgeschäfte. Welcher Laufschuh am Besten für das Lauftraining geeignet ist, muss allerdings individuell von jeder Läuferin beim Schuhkauf bestimmt werden. Neben dem perfekten Sitz und einem hohen Tragekomfort spielt die Dämpfung bei Laufschuhen für Damen eine ebenso große Rolle wie bei Laufschuhen für Herren.
Die Dämpfung ist dafür zuständig, dass die beim Joggen auftretenden Stöße abgefangen werden, um Knochen, Gelenke, Bänder und Sehnen, vor der Belastung zu schützen. Um den richtigen Härtegrad der Dämpfung bestimmen zu können, ist es wichtig zu wissen, wo das Lauftraining in Zukunft stattfindet. Läuferinnen, die asphaltierte Straßen bevorzugen, sollten auf eine besonders weiche Dämpfung zurückgreifen, die zudem auf das Körpergewicht abgestimmt ist. Bei Läuferinnen, die auf Waldwegen trainieren, kann die Dämpfung etwas härter ausfallen, weil die Stöße bereits durch den weichen Untergrund abgefangen werden. Da die Dämpfung im Laufe der Zeit nachlässt, sind nach etwa 600-1000 Laufkilometern neue Laufschuhe fällig, auch wenn diese äußerlich noch gut aussehen. Selbst dann, wenn Laufschuhe mehrere Jahre im Schrank gestanden haben, ist es ratsam, diese zu entsorgen und sich neue Schuhe anzuschaffen. Das Material der Dämpfung ist für die Belastung beim Laufen nicht mehr geeignet, was mit dem bloßen Auge jedoch nicht zu sehen ist.
Aufgrund der vielfältigen Modelle ist es besonders für Damen nicht angebracht, den Laufschuh lediglich aufgrund seiner Optik auszuwählen. Für den Laufschuhkauf sollte möglichst viel Zeit eingeplant werden, um die Schuhe ausgiebig zu testen und gegebenenfalls einen Laufbandtest durchzuführen. Beim Probelaufen von Laufschuhen für Damen ist es angebracht, den Schuh immer etwas größer zu kaufen, da sich der Fuß beim Laufen nach vorne schiebt. Bestenfalls befindet sich zwischen den Zehen und dem Schuh etwa eine Daumenbreite Platz.
Ebenso wie ihre männlichen Geschlechtsgenossen findet sich bei den meisten Läuferinnen eine Fußfehlstellung, die im Alltag nicht weiter stört. Beim Sport, insbesondere beim Jogging, ist es ratsam, Fußfehlstellungen auszugleichen. Bei Laufschuhen ist immer wieder von Supination, Pronation und Überpronation die Rede. Die normale Abrollbewegung des Fußes wird als Pronation bezeichnet und muss nicht ausgeglichen werden. Bei Läufern, die stark über die Innenkante des Fußes laufen, spricht man von Überpronation. Das Gegenteil hiervon ist das Laufen über die Außenkante, was als Supination bezeichnet wird. Um die Fehlstellungen auszugleichen, verfügen hochwertige Laufschuhe über eingearbeitete Stützen, die einen sicheren Halt garantieren und Haltungsschäden vermeiden.
Wo liegen die Unterschiede zwischen Laufschuhen für Damen und Laufschuhen für Herren?
Dieser Frage widmen sich seit vielen Jahren sowohl Laufschuhhersteller, als auch Sportmediziner und Wissenschaftler. Da sich wesentliche Unterschiede zwischen Frauen- und Männerfüßen finden, wird an den Laufschuhen dahingehend gearbeitet, dass sie optimal auf den Fuß des Läufers oder der Läuferin abgestimmt sind. Da der Fuß von Frauen sowohl schmaler als auch flacher ist, werden Laufschuhe für Damen dementsprechend schmaler verarbeitet. Auch im Bereich der Ferse und des Mittelfußes ist der Frauenfuß schmaler. Da Frauen längere Zehen haben und einen breiteren Vorfuß, benötigen sie in diesem Bereich mehr Platz im Laufschuh.
Allein diese anatomischen Unterschiede erklären, warum Laufschuhe für Herren nicht für Läuferinnen geeignet sind. Selbst dann, wenn die Schuhgröße stimmt, werden Läuferinnen in Herren-Laufschuhen immer Probleme haben. Im vorderen Bereich wird der Schuh vermutlich drücken und im hinteren Bereich wird die Läuferin keinen richtigen Halt finden und durch das Scheuern Blasen an den Füßen bekommen.
Auch sollte beachtet werden, dass das Körpergewicht des Läufers auf die Dämpfung des Laufschuhs abgestimmt sein sollte. Da Frauen im Schnitt 10-15% leichter sind als Männer, sind Herren-Laufschuhe für Damen nicht geeignet.
Zudem sind Frauen beweglicher als Männer und entwickeln beim Jogging eine höhere Eigendämpfung im Laufschuh. Diese Tatsache kommt dem Gewicht der Laufschuhe zu Gute, da die Dämpfung in Laufschuhen für Damen reduziert werden kann und der Schuh somit leichter ist.
Läuferinnen, die nach dem Training lediglich unter einem normalen Muskelkater leiden und keine Schmerzen in Knochen, Gelenken und Bändern verspüren, können sich sicher sein, dass sie sich für den richtigen Laufschuh entschieden haben. Nur unter diesen Voraussetzungen sollte das Lauftraining fortgesetzt werden.