Laufbänder
Das Jogging in der kalten Jahreszeit erfordert viel Disziplin und ist sicherlich nicht Jedermanns Sache. Die wenigsten Läufer sind jedoch bereit, monatelang auf den Sport zu verzichten. Laufbänder sind die perfekte Alternative, um auch im Winter fit zu bleiben und das Training trotz schlechter Witterung fortzusetzen.
Das Laufband ermöglicht ein effektives und schonendes Ganzkörpertraining, das Spaß macht und zudem sehr abwechslungsreich ist.
Die im Sportfachhandel erhältlichen Laufbänder weisen unterschiedliche Qualitätsmerkmale auf, die sich ganz entscheidend auf das Training und den Laufkomfort auswirken.
Worauf kommt es bei einem hochwertigen Laufband an?
Laufbänder sind mit unterschiedlich großen Laufflächen ausgestattet. Hier gilt es zu beachten, dass die Trittsicherheit auf größeren Flächen wesentlich höher ist als auf sehr kurzen und schmalen Laufflächen. Für ein gemütliches Walken reichen Laufbänder mit einer 1,30 Meter langen Fläche sicherlich aus. Für Läufer, die ihr Lauftraining fortführen möchten, ist eine Länge von 1,40 Meter jedoch deutlich angenehmer. Um nicht laufend seine Füße im Auge behalten zu müssen, sollte das Laufband über eine mindestens 40 Zentimeter breite Fläche verfügen.
Das sichere Rundlaufen der Laufbänder wird durch die Motorleistung gewährleistet. Ist die Motorleistung zu gering, wird das Band bei jedem Schritt ein wenig abstoppen, was sich schlecht auf den Laufkomfort und die Gelenke des Läufers auswirkt. Läufer, die auf dem Laufband Joggen wollen, sollten sich für einen möglichst starken Motor entscheiden. Gleiches gilt für Sportler mit einem Körpergewicht über 80 Kilogramm.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Laufbänder liegt zwischen 9 und 18 Kilometer pro Stunde. Um diese Leistung erbringen zu können, sollte das Laufband über einen mindestens 2 PS starken Motor verfügen, besser noch sind 2,5 PS.
Wird diese Leistung im Dauerbetrieb gewährleistet, ist von „Dauerleistung“ die Rede. Die Bezeichnung „Peak-Power“ deutet lediglich auf die Maximalleistung hin, die jedoch nicht dauerhaft gewährleistet werden kann. Für ein möglichst natürliches Laufgefühl ist es wichtig, dass die Geschwindigkeit stufenlos geregelt werden kann
Die Dämpfung des Laufbandes dient der Gelenkschonung des Läufers und zusätzlich dem Lärmschutz. Wer in einem Mehrfamilienhaus trainiert, wird seinen Nachbarn keinen Gefallen tun, wenn das Laufband ungedämpft ist, da die Schritte nahezu ungebremst an den Fußboden weitergegeben werden.
Läufer, die Probleme mit den Kniegelenken oder dem Rücken haben, sollten deshalb darauf achten, ob das Laufband mit Stoßdämpfern und Gummipuffern unter der Lauffläche ausgestattet ist.
Laufbänder verfügen über einen Trainingscomputer, der möglichst einfach zu bedienen sein sollte. Daten wie Zeit, Entfernung, Geschwindigkeit und Steigung werden bereits von einfachen Geräten aufgezeichnet. Hierbei sollte aus Sicherheitsgründen darauf geachtet werden, dass sowohl die Geschwindigkeit als auch die Steigung mit einem Knopfdruck verändert werden kann. Hochwertige Geräte ermöglichen die Pulskontrolle des Läufers, wobei der Pulsmesser in einem Brustgurt eingebaut ist. Verschiedene Laufbänder passen die Geschwindigkeit des Laufbandes der Pulsfrequenz des Läufers an, um so einen optimalen Trainingseffekt zu gewährleisten.
Zusätzlich lassen sich an einigen Geräten verschiedene Programme, wie beispielsweise Fettabbau oder Herz- und Kreislauf-Training, einstellen. Zur Motivation des Sportlers sind diese Programme bestens geeignet.
Laufbänder müssen über einen Notstop-Knopf verfügen, der sich in Griffnähe befindet. Bei der Betätigung des Knopfes darf das Laufband keinesfalls abrupt stoppen. Um die Sturzgefahr zu minimieren, muss das Band langsam auslaufen.
Da Laufbänder durch die Laufschritte des Läufers großen Belastungen ausgesetzt sind, sollte auf eine möglichst stabile Konstruktion des Rahmens geachtet werden. Sehr preisgünstige Geräte neigen zu Klapper- oder Quietschgeräuschen, die jeden Läufer auf Dauer stören würden.
Besonders praktisch und platzsparend sind Laufband-Modelle, die sich mit wenigen Handgriffen zusammenklappen lassen. Wird das Laufband im Frühjahr nicht mehr benötigt, weil das Training wieder in der freien Natur stattfinden soll, findet es auf sehr kleinem Raum Platz.